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Medizin
27/1/2026

Körperfettanteil berechnen – wie funktioniert das und was sagt er über die Gesundheit aus?

Der Körperfettanteil zeigt, wie viel Prozent deines Körpergewichts aus Fett bestehen. Er wird oft zusammen mit BMI und Gewicht genutzt, um ein besseres Gesamtbild der Gesundheit zu bekommen. Aber wie berechnet man den Körperfettanteil eigentlich, welche Methoden gibt es dafür und was bedeuten die Zahlen wirklich?

Körperzusammensetzung

Die Körperzusammensetzung beschreibt, wie sich dein Körper aus Fett, Muskeln, Knochen und Flüssigkeit zusammensetzt. Wenn man die Körperzusammensetzung misst, erhält man ein wesentlich genaueres Bild der Gesundheit als mit Gewicht oder BMI allein.

Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Fettmasse und Muskelmasse ist mit einem geringeren Risiko für Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes verbunden. Auch die Verteilung des Fetts im Körper spielt eine große Rolle für die Gesundheit. Fett, das tief im Bauchraum rund um die Organe gespeichert wird, das sogenannte viszerale Bauchfett, steht unter anderem im Zusammenhang mit Insulinresistenz, Entzündungen und hormonellen Veränderungen, die den Stoffwechsel beeinflussen können.

Wenn man die Körperzusammensetzung misst und mehr Werte als nur BMI oder Gewicht berücksichtigt, lässt sich also besser einschätzen, wie es dem Körper wirklich geht.

Körperfettanteil

Der Körperfettanteil beschreibt, wie viel Prozent deines Körpergewichts aus Fett bestehen. Der restliche Teil wird als fettfreie Masse bezeichnet. Dazu gehören zum Beispiel Muskeln, Knochen, Organe und Körperflüssigkeit.

Der Körperfettanteil unterscheidet sich zwischen Männern und Frauen. Frauen haben im Durchschnitt einen höheren Körperfettanteil als Männer. Das hängt unter anderem mit hormonellen Unterschieden und biologischen Faktoren des Körpers zusammen, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Fortpflanzung.

Wie berechnet man den Körperfettanteil?

Der Körperfettanteil und die Körperzusammensetzung können auf verschiedene Arten ermittelt werden. Die Methoden unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Genauigkeit, ihrer Kosten und ihrer Zugänglichkeit.

Körperfett-Rechner

Eine einfache Möglichkeit ist die Nutzung eines Körperfett-Rechners. Solche Rechner liefern eine grobe Schätzung auf Basis von Daten wie Körpergröße, Gewicht und teilweise auch Taillenumfang.

Als Orientierung zur Beobachtung von Veränderungen über die Zeit können diese Rechner hilfreich sein. Die Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da es sich nicht um exakte Messwerte handelt.

Messung von Körperumfängen

Eine weitere Methode ist die Messung von Körperumfängen, zum Beispiel an Taille, Nacken oder Hüften, mithilfe eines Maßbands. Diese Methode lässt sich leicht zu Hause durchführen und liefert eine grobe Einschätzung der Körperzusammensetzung. Sie ist jedoch nicht besonders zuverlässig, da es viele mögliche Fehlerquellen gibt.

Bioimpedanz (BIA)

Die Bioimpedanzanalyse, kurz BIA, wird in vielen Personenwaagen eingesetzt. Dabei wird ein sehr schwaches elektrisches Signal durch den Körper geleitet. Der gemessene Widerstand dient dazu, den Körperfettanteil abzuschätzen.

BIA ist unkompliziert und weit verbreitet. Die Ergebnisse werden allerdings von Faktoren wie Flüssigkeitshaushalt, Nahrungsaufnahme und Tageszeit beeinflusst. Deshalb eignet sich die Methode eher zur Beobachtung von Veränderungen über die Zeit als zur Bestimmung exakter Werte.

Kalipermessung (Hautfaltenmessung)

Bei der Kalipermessung, auch Hautfaltenmessung genannt, wird die Dicke von Haut- und Fettfalten an verschiedenen Körperstellen mit einem speziellen Messinstrument gemessen. Wird die Methode korrekt durchgeführt, kann sie brauchbare Schätzungen liefern. Sie erfordert jedoch Erfahrung und ist bei höherem Körperfettanteil weniger zuverlässig.

DEXA

Im medizinischen Bereich und in der Forschung kommen genauere Verfahren zur Messung der Körperzusammensetzung zum Einsatz. Eine der etabliertesten Methoden ist DEXA. Mithilfe einer niedrig dosierten Röntgenuntersuchung können Fettmasse, Muskelmasse und Knochenmasse getrennt gemessen werden. Zusätzlich zeigt die Untersuchung, wie das Fett im Körper verteilt ist.

DEXA gilt als sehr genau und wird in der Forschung oft als Referenz genutzt. Die Untersuchung ist allerdings vergleichsweise teuer und erfordert spezielle Geräte. Aufgrund der Detailtiefe wird sie hauptsächlich im Gesundheitswesen oder zu Forschungszwecken eingesetzt und weniger für die regelmäßige Verlaufskontrolle.

Was ist ein normaler Körperfettanteil?

Körperfett umfasst sowohl essentielles Fett, das für lebenswichtige Funktionen wie die Hormonproduktion und den Schutz der inneren Organe benötigt wird, als auch gespeichertes Fett im Fettgewebe.

Frauen haben biologisch bedingt im Durchschnitt einen höheren Körperfettanteil als Männer. Das hängt mit hormonellen Faktoren und biologischen Gegebenheiten im Zusammenhang mit der Fortpflanzung zusammen. Mit zunehmendem Alter steigt der Körperfettanteil häufig an, während die Muskelmasse abnimmt.

Es gibt keine festen Grenzwerte für einen „normalen“ Körperfettanteil, da dieser von Geschlecht, Alter, genetischen Faktoren und Lebensstil beeinflusst wird. Als grobe Orientierung lässt sich feststellen, dass der Körperfettanteil bei Männern häufig zwischen 10 und 20 Prozent liegt. Bei Frauen bewegt er sich meist zwischen 20 und 30 Prozent, abhängig von Alter und Aktivitätsniveau.

Der eigene Körperfettanteil kann wertvolle Hinweise zur Körperzusammensetzung und Gesundheit geben. Er sollte jedoch immer im Zusammenhang mit anderen Messwerten betrachtet werden.

Was beeinflusst unseren Körperfettanteil?

Wie viel Körperfett wir haben und wo es gespeichert wird, wird stark von genetischen Faktoren und dem Lebensstil beeinflusst. Manche Menschen haben eine genetische Veranlagung, mehr Fett einzulagern, besonders im Bauchbereich. Das kann das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Gene beeinflussen auch, wie der Körper Appetit und Stoffwechsel reguliert und wie leicht oder schwer es ist, Gewicht zu verlieren. Eine genetische Veranlagung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich gesundheitliche Probleme entwickeln.

Durch Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement lässt sich die Körperzusammensetzung positiv beeinflussen. So kann das Risiko für gesundheitliche Probleme langfristig gesenkt werden.

Körperfettanteil, BMI und Gesundheit – wie hängt das zusammen?

Der BMI wird häufig als erster Richtwert zur Einschätzung der Gesundheit genutzt und anhand von Gewicht und Körpergröße berechnet. Er zeigt jedoch nicht, wie sich das Gewicht im Körper verteilt oder wie hoch der Anteil von Fett- und Muskelmasse ist. Ein hoher BMI kann deshalb Menschen mit viel Muskelmasse fälschlicherweise als übergewichtig oder adipös einordnen. Umgekehrt gibt es auch Personen mit einem BMI im Normalbereich, die dennoch einen zu hohen Körperfettanteil haben.

Aus diesem Grund ist der Körperfettanteil eine wichtige Ergänzung zum BMI. Er liefert zusätzliche Informationen zur Körperzusammensetzung und kann helfen, die Gesundheit besser einzuschätzen als nur über das Gewicht und die Größe allein.

Gleichzeitig hat auch die Messung des Körperfettanteils ihre Grenzen. Die Ergebnisse sollten daher immer mit Vorsicht und im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung der Gesundheit interpretiert werden.

Ist der Körperfettanteil wichtig, wenn man abnehmen möchte?

Beim Abnehmen ist es oft sinnvoller, auf Veränderungen des Körperfettanteils und den Erhalt der Muskelmasse zu achten als nur auf das Körpergewicht. Eine Person kann nur wenig Gewicht verlieren und trotzdem einen deutlichen gesundheitlichen Gewinn erzielen, wenn der Körperfettanteil sinkt und die Muskelmasse erhalten bleibt.

Wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass es beim Abnehmen nicht nur um die Zahl auf der Waage geht, sondern darum, wie sich die Körperzusammensetzung über die Zeit verändert.

Smarte Waagen und Verlaufskontrolle – so kann Yazen unterstützen

Um Veränderungen von Gewicht und Körperzusammensetzung im Verlauf zu beobachten, können digitale Waagen eine hilfreiche Unterstützung sein. Yazen arbeitet mit Withings zusammen. Das Unternehmen stellt smarte Waagen her, die neben dem Gewicht auch Werte zu Körperfettanteil, Muskelmasse und Flüssigkeitshaushalt mithilfe der Bioimpedanz liefern.

Diese Messungen ersetzen keine medizinischen Untersuchungen und liefern keine exakten klinischen Werte. Sie können aber wertvolle Hinweise auf Veränderungen im Zeitverlauf geben. Bei Yazen werden diese Daten immer als Ergänzung zur medizinischen Betreuung genutzt und im Gesamtkontext betrachtet, nicht als einzelne Werte für sich. So erhalten sowohl medizinisches Fachpersonal als auch Patientinnen und Patienten ein besseres Gesamtbild von Gesundheit und Gewichtsverlauf.

Zusammenfassung

Der Körperfettanteil ist ein Messwert, der wichtige Informationen zur Körperzusammensetzung liefern kann. Er entscheidet jedoch nicht allein über die Gesundheit. Um ein realistischeres Bild zu erhalten, sollte der Körperfettanteil immer im Zusammenhang mit anderen Faktoren wie BMI, Gewicht, Lebensstil und weiteren Gesundheitswerten betrachtet werden.

Ein zu hoher Körperfettanteil, besonders wenn sich das Fett vor allem im Bauchraum ansammelt, ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte verbunden.

Wenn man die Gesamtsituation betrachtet und Veränderungen der Körperzusammensetzung über die Zeit verfolgt, lassen sich der eigene Gesundheitszustand besser verstehen und gute Voraussetzungen schaffen, um das Risiko für spätere Erkrankungen zu senken.

Article reviewed by: 
January 26, 2026
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