Asthma, Bewegung und Adipositas: Leitfaden, Risiken und Wissenschaft
Mit Asthma zu trainieren ist meist möglich und oft auch sinnvoll. Trotzdem bleiben Fragen: Kann Sport die Symptome verschlimmern? Welche Sportarten sind am sichersten? Und wie sollte das Training gestaltet werden?
In diesem Leitfaden befassen wir uns mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Sport und Asthma, dem Zusammenhang zwischen Asthma und Übergewicht, den möglichen Auswirkungen einer Gewichtsabnahme auf die Kontrollierbarkeit von Asthma und Möglichkeiten, auf gesunde und schonende Weise aktiv zu bleiben.

Asthma und Adipositas
Die Häufigkeit von Adipositas und Asthma ist in den letzten Jahrzehnten parallel angestiegen und stellt eine miteinander verknüpfte Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. Adipositas erhöht das Risiko, Asthma zu entwickeln, und ist häufig mit einem schwerer zu behandelnden Verlauf verbunden. Gründe dafür sind unter anderem eine veränderte Lungenfunktion, eine niedriggradige Entzündung im Körper und ein geringeres Ansprechen auf die Behandlung.
Studien deuten darauf hin, dass moderne medizinische Therapien, die unter anderem bei Diabetes und Adipositas eingesetzt werden, die Asthmakontrolle verbessern können. Diese Effekte gehen über den Stoffwechsel hinaus und hängen auch mit entzündungshemmenden und immunmodulierenden Wirkungen zusammen. Das spricht für eine ganzheitlichere Betrachtung von Asthma und legt nahe, dass die Behandlung von Stoffwechselstörungen ein sinnvoller Ansatz für Menschen mit Adipositas und schwer einstellbarem Asthma sein kann.
Gewichtsabnahme und Asthma
Für Menschen, die mit Adipositas und Asthma leben, kann ein Gewichtsverlust mehrere positive Effekte auf das Asthma haben. Wenn das Körpergewicht sinkt, werden Lunge und Brustkorb entlastet. Das kann das Atmen erleichtern und das Gefühl von Luftnot reduzieren. Gleichzeitig nimmt die niedriggradige Entzündung im Körper ab, was die Asthmakontrolle verbessern kann. Viele Menschen stellen außerdem fest, dass sie im Alltag mehr Energie haben und ihre Asthmamedikamente besser wirken. Diese Veränderungen können dazu beitragen, dass man leichter aktiv bleibt und sich beim Sport sicherer fühlt.
Kann man trainieren, wenn man Asthma und Adipositas hat?
Ja. In den allermeisten Fällen können und sollten Menschen mit Asthma und Adipositas körperlich aktiv sein. Regelmäßige Bewegung kann die Kondition, die Lebensqualität und das subjektive Gefühl der Asthmakontrolle verbessern. Gleichzeitig unterstützt sie die Gewichtsabnahme und eine bessere Stoffwechselgesundheit. Asthma bedeutet nicht, dass du Bewegung vermeiden solltest. Sowohl Asthma als auch ein höheres Körpergewicht machen es aber oft nötig, die körperliche Aktivität individuell anzupassen.
Viele Menschen mit Asthma leiden bei körperlicher Anstrengung unter Atemnot. Dies wird als Belastungsasthma bezeichnet. Es bedeutet nicht, dass Sport gefährlich ist, sondern dass die Atemwege auf Anstrengung reagieren, insbesondere bei intensivem Training, in kalter oder trockener Luft oder wenn die Aufwärmphase zu kurz ist. Bei Übergewicht kann eine zusätzliche Belastung der Atemmuskulatur außerdem dazu führen, dass Atemnot bereits bei mäßiger Intensität früher auftritt.
Um Sport sicher und nachhaltig zu gestalten, ist es wichtig, langsam zu beginnen und die Intensität schrittweise zu steigern. Aktivitäten mit geringer bis mittlerer Intensität wie Spazierengehen, gemütliches Radfahren, Schwimmen oder leichtes Krafttraining sind gute Sportarten für den Einstieg. Ein angemessenes Aufwärmtraining mit einer allmählichen Steigerung des Tempos kann das Risiko von durch Sport verursachten Symptomen verringern. Du solltest dein Training an deine Tagesform anpassen und ruhig mal eine Pause einlegen, wenn du sie brauchst.
Es ist ratsam, beim Sport immer deinen verschriebenen Notfallinhalator dabei zu haben. Wenn die Symptome immer wieder auftreten, unklar sind oder dir den Einstieg erschweren, solltest du dein Training zusammen mit einem Arzt oder einer anderen medizinischen Fachkraft planen.
Mit der richtigen Anpassung, guter Asthmakontrolle und einem schrittweisen Aufbau kann Bewegung ein sicherer und wichtiger Teil der Behandlung sein. Sowohl für Asthma als auch für Adipositas und deine langfristige Gesundheit.
Kann man trainieren, wenn man Asthma hat?
Ja, Menschen mit Asthma können und sollten in den meisten Fällen körperlich aktiv sein. Regelmäßiges Training kann die Kondition, die Lebensqualität und das subjektive Gefühl der Asthmakontrolle verbessern. Asthma ist kein Grund, Bewegung zu vermeiden. Das Training sollte jedoch an individuelle Symptome, Auslöser und den persönlichen Behandlungsplan angepasst werden.
Viele Menschen mit Asthma leiden bei Bewegung unter Atemnot. Das wird auch als Belastungsasthma oder belastungsinduziertes Asthma bezeichnet. Das bedeutet nicht, dass Training gefährlich ist. Die Atemwege reagieren auf die Belastung, vor allem bei kalter Luft, hoher Intensität oder einer zu kurzen Aufwärmphase.
Es ist empfehlenswert, beim Training immer den verordneten Inhalator dabei zu haben, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.
Was passiert im Körper beim Training?
Beim Training sind die Atemwege stärker gefordert. Das gilt besonders bei Bewegung in kalter oder trockener Luft oder wenn überwiegend durch den Mund geatmet wird. Dadurch können die Atemwege gereizt werden, sich verengen und das Atmen fällt schwerer. Bei Menschen mit Asthma führt das häufig zu Symptomen wie Husten, pfeifender Atmung oder dem Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.
Regelmäßige körperliche Aktivität ist dennoch sehr wertvoll bei Asthma. Training kann die Kondition, die Effizienz der Atmung und die Belastbarkeit verbessern. Mit der Zeit können die Beschwerden geringer werden und das Atmen fällt auch bei höherer Belastung leichter. Achte auf die Signale deines Körpers und passe das Training an deine Tagesform an. Aktiv zu bleiben, kann langfristig sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit als auch die Lebensqualität erheblich verbessern.
Wie wirkt sich körperliche Betätigung auf Asthma aus?
Bewegung ändert nichts an der Grunderkrankung Asthma selbst, kann aber die körperliche Belastbarkeit verbessern. Das Training stärkt Herz und Lunge, verbessert die Sauerstoffaufnahme und kann das Gefühl von Luftnot im Alltag reduzieren. Viele gewinnen dadurch mehr Sicherheit in der Bewegung und verlieren die Angst vor körperlicher Aktivität. Zusätzlich werden beim Training Endorphine freigesetzt, die die Stimmung heben und das allgemeine Wohlbefinden stärken.
Es ist wichtig, zwischen Asthmasymptomen und normaler Atemnot aufgrund von Anstrengung zu unterscheiden. Mit den richtigen Anpassungen können viele Menschen mit Asthma Sport treiben, ohne dass Symptome auftreten.
Körperliche Aktivität bei Menschen mit Asthma
Es gibt keine Sportarten, die bei Asthma generell tabu sind, aber einige fallen tendenziell leichter als andere. Aktivitäten mit gleichmäßiger Intensität und der Möglichkeit, Pausen einzulegen, wie z. B. Wandern, Radfahren, Schwimmen und Krafttraining, eignen sich für viele Menschen gut.
Schwimmen wird oft empfohlen, da die warme, feuchte Luft die Atemwege schont und weniger reizt. Krafttraining kann ebenfalls eine gute Option sein, da die Belastung angepasst werden kann und die Atmung ruhig und kontrolliert bleibt.
Hochintensives Intervalltraining und Joggen können für manche Menschen geeignet sein, erfordern jedoch in der Regel ein sorgfältigeres Aufwärmen und eine individuelle Abstimmung. Bei anspruchsvolleren Aktivitäten kann die richtige Medikation wichtig sein, um die Symptome zu lindern und die Atemwege offen zu halten.
Risiken beim Training mit Asthma
Das Hauptrisiko beim Sport mit Asthma ist eine unzureichende Symptomkontrolle. Sport während eines Anfalls, einer Infektion oder ohne wirksame Behandlung kann zu erheblicher Atemnot, Husten oder pfeifendem Atmen führen.
Viele Menschen leiden während körperlicher Aktivität unter einer Verengung der Atemwege, insbesondere wenn das Asthma nicht gut eingestellt ist.
Deshalb ist es wichtig,
- frühe Warnzeichen zu erkennen
- das Training bei deutlicher Atemnot abzubrechen
- einen aktuellen Behandlungsplan zu haben
Wenn du beim Training ungewöhnliche Atemnot verspürst, solltest du medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, um die Situation abklären zu lassen.
Training sollte niemals auf Kosten der Sicherheit gehen. Unsicherheit oder wiederkehrende Beschwerden bei Bewegung sollten immer mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden. Es wird außerdem empfohlen, beim Training stets ein schnell wirksames bronchienerweiterndes Medikament dabei zu haben.
Aufwärmen und Anpassung sind entscheidend für sicheres Training
Ein gutes Aufwärmen vor der Bewegung ist wichtig, um das Risiko von Atemproblemen zu verringern und den Luftfluss zu verbessern. Gerade bei Asthma ist ein gründliches Aufwärmen besonders wichtig. Eine langsame Steigerung der Intensität kann belastungsbedingte Symptome reduzieren. Kalte Luft kann die Atemwege austrocknen und das Risiko einer Verengung der Atemwege erhöhen, was Asthmasymptome verschlimmern kann. Das Abkühlen nach dem Training ist ebenfalls wichtig, um das Risiko später auftretender Symptome zu verringern.
Passe dein Training an deine Tagesform an. Asthmasymptome können von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Es ist völlig in Ordnung, Intensität, Dauer oder Art der Bewegung zu verändern, je nachdem, wie du dich fühlst. Achte darauf, wie dein Körper während des Trainings reagiert, und richte deine Aktivität danach aus.
Sprich immer mit deinem Arzt, bevor du mit einem neuen Trainingsprogramm beginnst, wenn du Asthma hast.
Asthma, Bewegung und langfristige Gesundheit
Regelmäßige körperliche Aktivität führt zu einer besseren allgemeinen Gesundheit, unabhängig davon, ob man Asthma hat oder nicht. Für Menschen mit Asthma steigert Bewegung die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität und kann das Vertrauen in den eigenen Körper stärken.
Dabei ist wichtig zu wissen, dass Bewegung nicht intensiv sein muss, um positive Effekte zu haben. Alltagsbewegung, Spaziergänge und leichte Trainingseinheiten sind wertvolle Bestandteile eines aktiven Lebensstils.
Bei Yazen wird körperliche Aktivität als Teil eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes gesehen. Bewegung wird an individuelle Voraussetzungen, Symptome und die persönliche Lebenssituation angepasst. Der Fokus liegt auf Sicherheit, langfristiger Umsetzbarkeit und nachhaltigen Gewohnheiten statt auf Leistung oder schnellen Ergebnissen.
Das Ziel besteht darin, dass körperliche Aktivität langfristig als machbar, sicher und sinnvoll empfunden wird.
Zusammenfassung
Asthma muss kein Hindernis für körperliche Aktivität sein. Mit der richtigen Behandlung, guter Symptomkontrolle und einer individuellen Anpassung des Trainings können die meisten Menschen mit Asthma gefahrlos aktiv sein.
Regelmäßige Bewegung kann die Kondition verbessern, das Vertrauen in den eigenen Körper stärken und die Lebensqualität erhöhen. Entscheidend ist, auf die Signale des Körpers zu hören, Intensität und Trainingsform an die Tagesform anzupassen und sich bei Bedarf medizinische Unterstützung zu holen.
So kann Bewegung zu einem natürlichen und nachhaltigen Teil eines aktiven und gesunden Lebens werden.

January 26, 2026
February 19, 2026
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